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Die Firma Mahlo gehört zu den weltweit führenden Herstellern von speziellen Mess-, Regel- und Automatisierungs-Systemen.

(ty) Heinz Mahlo stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Entscheidung, eine Firma in Saal an der Donau zu gründen oder in die USA auszusiedeln und in die Raumfahrt-Technik einzusteigen. Der Physiker entschied sich glücklicherweise für die erste Variante, berichtet Rainer Mestermann, Geschäftsführer des Familien-Unternehmens Mahlo. Mit dieser Anekdote stellte er die Tragweite der Entscheidung des Erfinders Heinz Mahlo heraus. Denn mittlerweile gehört die Firma zu den weltweit führenden Herstellern von Mess-, Regel- und Automatisierungs-Systemen für die Textil- und Veredelungs-Industrie sowie für den Beschichtungs-, Folien- und Papierbereich. Der italienische Edelschneider Zegna sowie das deutsche Textil-Unternehmen Trigema gehören zu den internationalen Kunden.

 

Die Maschinen werden seit Jahrzehnten ausschließlich in Deutschland produziert, erläutert der Firmenchef Ralph Greenwood-Mahlo – und fügt an, dass die hohe Qualität sowie die Sicherung des technischen Know-hows deutlich mögliche Produktionskosten-Einsparungen überwiege. „Made in Germany“ werde von den Kunden nach wie vor besonders geschätzt. Neben dem globalen Kundenkreis dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass neben dem Hauptsitz in Saal/Donau auch Niederlassungen in Italien, Belgien, Spanien, Brasilien, China und in den USA zu Mahlo gehören. „Auf Hidden Champions wie Mahlo sind wir im Landkreis Kelheim natürlich besonders stolz“, sagte Landrat Martin Neumeyer (CSU) jüngst beim Firmenbesuch.

 

Rund 220 Mitarbeiter stellen die Maschinen, unter anderem die so genannte Richtmaschine – eine Erfindung des Firmengründers – her. Stoffe für Jeans, Hemden oder Teppiche werden während der Verarbeitung auf Verzüge geprüft und automatisch korrigiert. Denn die so genannten Schussfäden der Textilien müssen schnurgerade sein – Sensoren überwachen dabei genauestens den Fertigungsprozess, erklärt Ralph Greenwood-Mahlo. 

Da der Betrieb aus allen Nähten platzt, wird derzeit eine neue Halle gebaut, um die Produktionsflächen zu erweitern – Mahlo bekennt sich damit zum Standort Saal. Doch das Unternehmen begeistere die hiesigen Politiker und die Abteilung Wirtschaftsförderung nicht nur durch seine Produkte und bewegende Firmengeschichte, „sondern auch durch die spürbar angenehmen Arbeitsbedingungen und die hohe Wertigkeit der eigenen Auszubildenden“, heißt es aus dem Landratsamt.

 

Die Lehrlinge können sich in einer eigens für die Azubis errichteten Lehrwerkstatt an Werkzeugen und Maschinen austoben – eine praktische Vorbereitung auf die spezifischen künftigen Aufgaben als Facharbeiter. „Die beste Werbung für Mahlo ist in diesem Kontext die extrem hohe Übernahmequote der Azubis und die Mundpropaganda der eigenen Mitarbeiter“, berichtet das Landratsamt – viele Familien arbeiten demnach bereits in zweiter oder dritter Generation bei der Saaler Firma. Landrat Neumeyer, der hiesige Bürgermeister Christian Nerb und Kreisrat Hobmaier staunten auch im firmeneigenen Museum über die ersten Produkte von Mahlo, die anschaulich die Historie und Tradition des Unternehmens untermalen.

Kreisrat Sebastian Hobmaier (von links), Yvonne Pieper (kaufmännische Firmen-Leitung), Firmen-Inhaber Ralph Greenwood-Mahlo, Geschäftsführer Rainer Mestermann, Landrat Martin Neumeyer, Wirtschaftsförderer Christian Rieger, Bürgermeister Christian Nerb. Fotos: Landratsamt Kelheim


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