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Daten vom Deutschen Wetterdienst und Foto-Impressionen aus der Hallertau von Ludwig Schrätzenstaller.

(ty) Im Herbst dieses Jahres führten reichlich Hochdruck-Gebiete oft milde oder mäßig warme Luftmassen nach Deutschland. Nur im Oktober zeigte sich das Wetter unbeständig. Tiefdruck-Gebiete brachten wenig Sonnenschein, viele Niederschläge sowie abwechselnd milde und kühle Witterung. Erst Ende November läuteten dann Temperaturen um den Gefrierpunkt und verbreitet Nachtfrost den nahenden Winter ein. Unter dem Strich war der Herbst heuer in Deutschland mit 10,3 Grad Celsius im Mittel der viertwärmste seit 1881 – hinter 2006 (12,0 Grad), 2012 (11,1 Grad) und 1982 (10,4 Grad). Die Jahreszeit war zudem zu trocken und recht sonnig. Das meldete heute der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Mess-Stationen.

Mit 10,3 Grad Celsius lag im Herbst der Temperatur-Durchschnitt um 1,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenz-Periode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug das Plus 1,3 Grad. Die erste September-Hälfte fiel meist spätsommerlich warm aus, zur Monatsmitte gab es noch einmal Höchstwerte von deutlich über 30 Grad. Trier-Petrisberg meldete am 15. September hochsommerliche 34,8 Grad.

Erst zur zweiten Monats-Dekade stellte sich im Oktober ein recht kühler Witterungs-Abschnitt mit örtlich leichten Nachtfrösten ein. Der Beginn des Novembers brachte besonders im Südwesten ungewöhnlich hohe Tages- und Nachtwerte. Im letzten November-Drittel sorgte Ex-Hurrikan "Eta" für ein Ende der zu milden Temperaturen. Den bundesweit tiefsten Herbstwert registrierte Bad Königshofen am heutigen Montag mit minus 9,2 Grad.

Mit rund 150 Litern pro Quadratmeter (l/m²) unterschritt der Herbst in diesem Jahr seinen Klimawert von 183 l/m² mit nur 82 Prozent recht deutlich. Nachdem es im September unter Hochdruck-Einfluss meist trocken blieb, brachten Tiefdruck-Gebiete zum Monatsende flächendeckende Niederschläge, die in den Mittelgebirgen für die erste Schneedecke sorgten. Die größte Tagessumme meldete Baiersbronn-Ruhestein, nordwestlich von Freudenstadt, am 26. September mit 107,0 Litern pro Quadratmeter.

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Die Ausläufer von Tief "Gisela" sorgten Mitte Oktober auch in den östlichen Landesteilen für die lang ersehnten kräftigen Niederschläge. Anhaltender Hochdruck-Einfluss führte zum fünft-trockensten November seit Messbeginn im Jahre 1881. Der meiste Niederschlag im gesamten Herbst mit bis zu 480 Litern pro Quadratmeter fiel im Schwarzwald sowie am unmittelbaren Alpenrand. Die Gebiete mit dem geringsten Niederschlag lagen in der Mitte Deutschlands.

"Im Herbst lag die Sonnenschein-Dauer mit rund 365 Stunden um 15 Prozent über ihrem Soll von 311 Stunden", teilte der Deutsche Wetterdienst heute außerdem mit. Am längsten zeigte sich die Sonne den Angaben zufolge dabei im äußersten Süden der Bundesrepublik sowie in der Leipziger Tieflandbucht mit örtlich mehr als 450 Stunden. Relativ wenig Sonnenschein erhielt dagegen der äußerste Norden Deutschlands mit teils sogar unter 270 Stunden.

Der Freistaat Bayern war im Herbst dieses Jahres mit durchschnittlich 9,2 Grad Celsius die kühlste Region Deutschlands. Am kältesten war es bundesweit – wie erwähnt – am heutigen Morgen in Bad Königshofen, nordwestlich von Bamberg, mit 9,2 Grad unter Null. Bayern war mit gut 165 Litern pro Quadratmeter die zweitniederschlagsreichste Region. Mit einer Sonnenscheindauer von beinahe 380 Stunden gehörte es zu den sonnenreichen Bundesländern. Der Alpenrand zählte mit örtlich bis zu 480 Litern auf den Quadratmeter zu den niederschlagsreichsten Gebieten.


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