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Sockel-Komplex ist für klassische Bahnhof-Einrichtungen gedacht, Hochhaus soll von der Stadt genutzt werden. Fertigstellung für 2025 geplant.

(ty) Der Projekt-Entwickler Ferdinand Fäth und die Deutsche Bahn (DB) haben am gestrigen Donnerstag den Vertrag für den Bau des neuen Empfangs-Gebäudes am Ingolstädter Hauptbahnhof unterzeichnet. "Ein wichtiger Meilenstein des Vorhabens ist damit erreicht", heißt es in einer heutigen Mitteilung der DB. Die Planungen könnten weiter vorangetrieben und die Genehmigungs-Verfahren eingeleitet werden. "Auf der Fläche des heutigen Hauptbahnhofs entsteht ein 15 Stockwerke hohes Hochhaus, das viel mehr ist als nur ein Bahnhof", erklärt die DB. Im zweigeschossigen Sockelgebäude gebe es die klassische Bahnhofs-Nutzung mit Reise-Zentrum, Gastronomie, Reisebedarf, Bahnhofs-Mission und Bundespolizei-Revier. Ins Hochhaus ziehe die Stadt Ingolstadt mit ihrem Technischen Rathaus ein.

 

Bahnhofs-Manager Helmut Zöpfel freut sich über das erreichte Ziel und den Baubeginn im Jahr 2023: "Der neue Ingolstädter Hauptbahnhof symbolisiert die Zukunft – sowohl mit seiner anspruchsvollen Architektur und schieren Höhe als auch mit seinen modernen Angeboten für Reisende und Besucher", wird er in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Deutschen Bahn zitiert. Mit diesem Konzept wird seinen Worten zufolge der Standort als Mobilitäts-Drehscheibe gestärkt – und Ingolstadt erhalte nun ein attraktives "Tor zur Stadt". "Es war ein langer Weg bis zur Vertrags-Unterzeichnung", so Projekt-Entwickler Ferdinand Fäth. 

 

"Wir sind voller Tatendrang, das Projekt gemeinsam mit der DB-Station&Service-AG umzusetzen. Die Stadt Ingolstadt bekommt nicht nur einen neuen Hauptbahnhof, sondern mit dem Hochhaus ein repräsentatives und architektonisch anspruchsvolles neues Zuhause für das Technische Rathaus", so Ferdinand Fätz weiter. Nun fehle nur noch, dass die Satzung des vorhaben-bezogenen Bebauungsplans durch die Stadt beschlossen werde. "Aber dies soll bereits Mitte 2022 soweit sein." Projekt-Entwickler Ferdinand Fäth investiert laut DB-Angaben in das Projekt rund 60 Millionen Euro, die DB-Station&Service-AG beteiligt sich mit rund fünf Millionen Euro.

Im Einzelnen seien folgende Maßnahmen bis zur Fertigstellung im Jahre 2025 geplant, erläutert die Deutsche Bahn: Nach Vorliegen der Plangenehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt werde im Spätherbst des kommenden Jahres damit begonnen, das aus den 1950er Jahren stammende, zweigeschossige Empfangs-Gebäude abzubrechen. Die technischen Anlagen der DB würden zuvor in ein neues Schalthaus verlagert und Provisorien für die heutigen Mieter errichtet. Das Konzept sowie die Planung für das anvisierte Mehrzweck-Gebäude sei in enger Abstimmung zwischen dem Projekt-Entwickler sowie der DB-Station&Service-AG erarbeitet worden.

 

"Für die Südstadt Ingolstadts wird das neue Empfangs-Gebäude mit dem Rathaus-Hochhaus eine echte Landmark-Funktion haben, die sich positiv auf das gesamte Umfeld auswirken wird und der Stadtteil-Entwicklung einen weiteren Schub gibt", prophezeit Timo Otten, Leiter in Sachen Projekt-Management für Entwicklungs-Projekte bei der DB-Station&Service-AG. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits das Parkhaus, das IC-Hotel, die Modernisierung der Bahnsteige sowie die neue Personen-Unterführung umgesetzt worden sei, folge nun "der wichtigste Baustein im Quartier".


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