Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie jetzt bei 2,7 Prozent. Butter kostet 26 Prozent mehr als vor einem Jahr, Olivenöl 24 Prozent weniger.
(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden Februar gegenüber dem Vorjahres-Monat um 2,4 Prozent gestiegen. Das wurde am heutigen Freitag aus dem bayerischen Landesamt für Statistik gemeldet. Den Angaben zufolge kosten Nahrungsmittel aktuell 3,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; Energie kann hingegen um 1,6 Prozent günstiger bezogen werden. Auch im Vergleich zum Vormonat Januar erhöhten sich die Verbraucher-Preise bei Nahrungsmitteln; günstiger wurde dagegen zum Beispiel Heizöl.
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, liegt – wie eingangs erwähnt – für diesen Februar im Freistaat bei 2,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucher-Preise um 0,4 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich für diesem Monat auf 2,7 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Januar ist ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent zu verzeichnen.
Im Jahres-Vergleich mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Februar den aktuellen Angaben des bayerischen Landesamts für Statistik zufolge Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln hinnehmen (plus 3,7 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich hier ein Anstieg um 1,3 Prozent. Obst (plus 7,3 Prozent) und Gemüse (plus 7,1 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer. Mit einem Preisanstieg von 7,0 Prozent wurden auch Speisefette und Speiseöle spürbar teurer. Eine sehr deutliche Preissteigerung konnte vor allem bei Butter (plus 25,8 Prozent) beobachtet werden. Olivenöl (minus 24,1 Prozent) kann hingegen günstiger bezogen werden als vor einem Jahr.
Die Preise für Energie liegen im zu Ende gehenden Februar um 1,6 Prozent unter denen vor einem Jahr. Vor allem Heizöl wurde mit einem Rückgang um 6,4 Prozent erkennbar günstiger. Strom (minus 2,3 Prozent) und Erdgas (minus 0,8 Prozent) können momentan ebenfalls günstiger bezogen werden. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe sind mit einem Preisanstieg um 1,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Preise für Kraftstoffe stiegen geringfügig über den Wert des Vorjahres-Zeitpunkts (plus 0,2 Prozent). Das Tanken wurde auch im Vergleich zum Vormonat Januar teurer (plus 1,3 Prozent).
Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (plus 4,9 Prozent) sowie für Erdgas (plus 0,3 Prozent) stiegen binnen Monatsfrist ebenfalls. Heizöl (minus 2,1 Prozent) und Strom (minus 0,1 Prozent) werden hingegen günstiger im Vergleich zum Vormonat.
Die Preisentwicklung bei Wohnungsmieten ohne Nebenkosten verlief indes deutlich moderater im Vergleich zum Gesamt-Index. "Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhen sich die Wohnungsmieten im Februar um 1,8 Prozent", erklärt das bayerische Landesamt für Statistik.