Zuerst verirrten sich die beiden am gestrigen Nachmittag im Wald und fuhren sich fest. Dann verunglückte der 82-Jährige und konnte nicht mehr weiter. Nun marschierte die 81-Jährige alleine los, um Hilfe zu holen.
(ty) Ein Senioren-Ehepaar aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm hat am gestrigen Nachmittag mit dem Auto in einem Waldstück im Gemeinde-Gebiet von Aiglsbach im Nachbar-Landkreis Kelheim zunächst die Orientierung verloren und sich schließlich zudem festgefahren. Zu allem Überfluss verunglückte der 82 Jahre alte Mann dann auch noch und konnte nicht mehr weitergehen – woraufhin seine 81 Jahre alte Gattin alleine losmarschierte, um Hilfe zu holen.
Wie die örtlich zuständige Polizeiinspektion aus Mainburg heute meldet, machten die zwei Rentner gestern Nachmittag mit ihrem Pkw eine Spazierfahrt. Dabei verirrten sich die beiden den Angaben zufolge und fuhren sich letztlich auf einem vereisten Forstweg fest. "Das Ehepaar versuchte zunächst, fußläufig den Wald zu verlassen", erklärt ein Polizei-Sprecher. Dabei sei der 82-Jährige allerdings gestürzt. Er habe dann aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen können. Die 81-Jährige habe ihren Gatten nicht hochheben können. Deshalb habe sich die Frau alleine auf den Weg gemacht, um Hilfe zu holen.
Nach einem knapp zwei Kilometer langen Fußmarsch habe die 81-Jährige schließlich einen Hof erreicht und die dortige Familie über den Vorfall informieren können. "Die Bewohner verständigten Einsatzkräfte und machten sich selbst auf den Weg, um den gestürzten Senior zu suchen", heißt es weiter. Von den hilfsbereiten Hof-Bewohnern sei der 83-Jährige schließlich ausfindig gemacht worden. Er habe auf dem Boden gelegen und sei unterkühlt gewesen. "Aufgrund seines geschwächten Zustands sei der Mann vom Rettungsdienst in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht worden", so die Polizei.





