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Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie aktuell bei 2,4 Prozent. Hier weitere Zahlen, ein Blick auf einzelne Waren und drei Grafiken.

(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden September gegenüber dem Vorjahres-Monat um 3,2 Prozent gestiegen. Das wurde heute aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Damit liege die Inflationsrate weiterhin deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Ursächlich seien vor allem die Preise für Haushalts-Energie und Kraftstoffe, die im Vergleich zum Vorjahres-Monat um 13,6 Prozent kletterten. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich hingegen nur moderat um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreis-Index um 0,6 Prozent. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie drei Grafiken.

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, liegt laut aktueller Mitteilung der Statistik-Behörde für den zu Ende gehenden September – wie eingangs erwähnt – bei 3,2 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, belaufe sich für diesen Monat indes auf 2,4 Prozent und liege damit in diesem Monat erneut unter der Gesamt-Inflation. Gegenüber dem Vormonat August sei die Kerninflation um 0,2 Prozent gestiegen.

Im September beginnt der Herbst. Wer es sich in der Übergangszeit zuhause gemütlich machen möchte, kann sich zum Teil auf niedrige Preise freuen. Kaffee, Tee oder Kakao (minus 5,7 Prozent) sowie Gesellschaftsspiele (minus 6,7 Prozent) wurden im zu Ende gehenden September im Freistaat im Vergleich zum Vorjahres-Monat günstiger. Dosensuppe (plus 0,6 Prozent) sowie Duschgel, Duschbad oder Badezusatz (plus 1,3 Prozent) wurden hingegen teurer. Die Preise für Herren-Freizeit-Jacken und -Mäntel stiegen derweil um 6,5 Prozent, Damen-Jacken und -Mäntel wurden um 2,0 Prozent teurer.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen diesen September zum Vormonat um 0,7 Prozent. Im Jahres-Vergleich stiegen für Verbraucher die Nahrungsmittel-Preise um 0,4 Prozent. Grundnahrungsmittel wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 3,9 Prozent), Brot und Brötchen (plus 3,0 Prozent) und Gemüse (plus 7,1 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahr teurer. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren (minus 0,3 Prozent), Obst (minus 1,4 Prozent) sowie Kaffee und Ähnliches (minus 6,8 Prozent) sanken im Vorjahres-Monats-Vergleich. Auch Molkerei-Produkte und Eier (minus 2,1 Prozent) können derzeit günstiger bezogen werden. Wie schon in den Vormonaten sanken auch die Verbraucher-Preise für Butter (minus 26,3 Prozent) sowie Olivenöl (minus 2,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahres-Monat spürbar.

Im zu Ende gehenden September stiegen im Freistaat die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent. Insbesondere beim Tanken erwarteten Verbraucherinnen und Verbraucher Höchststände. Gegenüber dem Vormonat legten die Kraftstoff-Preise um weitere 6,2 Prozent zu. Die Preise für "Leichtes Heizöl" stiegen im Vergleich zum August dieses Jahres besonders deutlich (plus 19,0 Prozent). Auch Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (plus 7,0 Prozent) wurden gegenüber dem Vormonat teurer. Für Erdgas müssen Verbraucher in Bayern derzeit 1,5 Prozent mehr bezahlen. Die Preise für Strom blieben unverändert.

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Im Vergleich zum September vergangenen Jahres liegen die Preise für Energie im September heuer um 13,6 Prozent über dem Vorjahres-Niveau. Mit einem Plus von 66,5 Prozent kletterte dabei vor allem der Preis für "Leichtes Heizöl" deutlich. Auch die Kraftstoff-Preise sind in diesem September gegenüber dem Vorjahres-Monat stark gestiegen (plus 34,4 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vorjahres-Monats-Vergleich ebenfalls deutlich teurer (plus 29,4 Prozent). Strom (minus 6,1 Prozent) und Erdgas (minus 2,5 Prozent) können dagegen derzeit günstiger bezogen werden.

"Betrachtet man die Preisentwicklung von Energie zwischen Februar 2026 – dem letzten Monat vor dem Iran-Krieg – und September 2026, dann zeigt sich eine Preissteigerung von 13,6 Prozent", erklärt das bayerische Landesamt für Statistik. In diesem Zeitraum wurden "Leichtes Heizöl" um 61,9 Prozent und Kraftstoffe um 28,1 Prozent teurer, Erdgas hingegen lediglich um 2,0 Prozent. Zur Einordnung: Die allgemeine Preissteigerung zwischen Februar und September dieses Jahres beträgt 2,8 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die tatsächlichen Wohnungs-Mieten ohne Nebenkosten in diesem September in Bayern um 2,0 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.


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