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Gewerkelt wird vor allem an der B299 bei Neustadt, an der B16 bei Kelheim und an der Staatsstraße 2144 bei Langquaid. Mit Verkehrs-Behinderungen ist zu rechnen.

(ty) "Gehölz-Pflege" – ein sperriger Begriff für eine Maßnahme, mit der laut Mitteilung des staatlichen Bauamts aus Landshut ein wichtiges Ziel erreicht werden soll: die Entwicklung verkehrssicherer und langfristig alterungsfähiger Gehölz-Bestände. Ab sofort führt die Straßen-Meisterei von Abensberg nach Angaben der Behörde solche Arbeiten an Staats- und Bundesstraßen im Landkreis Kelheim durch. Gearbeitet werde schwerpunktmäßig an der Bundesstraße B299 zwischen Neustadt an der Donau und der Landkreis-Grenze bei Marching, an der Bundesstraße B16 zwischen Kelheim und Reißing sowie an der Staatsstraße 2144 zwischen Langquaid und Niederleiendorf. Mit Verkehrs-Behinderungen sei zu rechnen.

"Gehölz-Bestände an den Staats- und Bundesstraßen sind wichtig für das Landschaftsbild", erklärt das staatliche Bauamt von Landshut. "Sie nutzen darüber hinaus auf vielfältige Weise; beispielsweise indem sie Böschungen und Boden vor Erosionen schützen, Tieren als Lebensraum dienen und die Luftqualität verbessern." Um die Verkehrs-Sicherheit zu gewährleisten, werden nach Angaben der Behörde die Gehölz-Bestände in Abständen von zehn bis maximal 15 Jahren gepflegt. Diese Arbeit erfolge in den Winter-Monaten, um Tiere nicht zu stören. Da in den meisten Fällen nur von der Straße aus gearbeitet werden könne, sei mit Behinderungen zu rechnen. Der Verkehr werde bei Bedarf halbseitig eingeengt und eventuell zusätzlich per Ampel geregelt.

Die Sträucher an Böschungen werden – so heißt es weiter – von den Mitarbeitern der Straßen-Meisterei Abensberg "auf Stock gesetzt", um den Bestand zu verjüngen. Das bedeute, sie werden auf etwa 20 Zentimeter eingekürzt oder ausgedünnt. "Verständlicherweise erscheint diese Maßnahme für manchen auf den ersten Blick sehr radikal", sagt Straßen-Meister Stefan Bauer. "Aber was für Außenstehende nach einem Kahlschlag aussieht, hilft der Natur dabei, sich zu verjüngen." Denn, so erklärt das staatliche Bauamt: "Bestände, die über viele Jahre hochgewachsen sind, verschatten den darunter liegenden Boden. Durch mangelnden Lichteinfall wachsen keine jungen Gehölze nach, was zu Lücken in der Bepflanzung führen kann."

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Der regelmäßige Rückschnitt helfe den Pflanzen dabei, gesund zu bleiben. "Schon nach ein bis zwei Vegetations-Perioden hat sich wieder ein dichter, stufig aufgebauter Bestand entwickelt", weiß man beim staatlichen Bauamt in Landshut. "Auch freigestellte Einzelbäume entwickeln sich besser, da sie mehr Licht erhalten und durch die fehlende Konkurrenz mehr Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen können." Die Arbeiten erfolgen der Ankündigung der Behörde zufolge abschnittsweise, um für Tiere weiterhin Rückzugs-Möglichkeiten zu schaffen. Das geschnittene Gehölz werde übrigens an einen Unternehmer veräußert, der es zu Hackschnitzeln verarbeite.

Das staatliche Bauamt aus Landshut weist in diesem Zusammenhang seine Grundstücks-Nachbarn zudem auf die Verkehrs-Sicherungs-Pflicht und die regelmäßigen Gehölz-Kontrollen hin. "Totholz in den Baumkronen und beschädigte oder abgestorbene Bäume bergen ein unkalkulierbares Risiko und müssen entfernt werden", wird klargestellt. "Außerdem muss neben der Fahrbahn ein Bereich von 1,5 Metern Breite und 4,5 Metern Höhe freigehalten und die Bepflanzung zurückgeschnitten werden (lichter Raum), um die Sicht der Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern."


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