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Verkehrspolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Nötigung und bittet um Zeugen-Hinweise.

(ty) Am frühen gestrigen Nachmittag ist der Polizei im Bereich der A95 ein sich in Richtung Süden bewegender Fahrzeug-Korso einer türkischen Hochzeits-Gesellschaft gemeldet worden, der teilweise den Verkehr auf der Autobahn blockiert hat. Die Verkehrspolizei Weilheim übernahm die weiteren Ermittlungen in diesen Fall. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd heute mitteilte, geht es dabei um den Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie um Nötigung. Um Hinweise von Zeugen wird gebeten.

Gegen 13.30 Uhr sei über den Notruf bei der Einsatz-Zentrale des Polizeipräsidiums München eine Mitteilung eingegangen, wonach eine Kolonne aus etwa 20 Fahrzeugen die südliche Richtungs-Fahrbahn der A95 kurz nach der Anschlussstelle München-Fürstenried blockiere und andere Verkehrsteilnehmer gefährde. "Nach Zeugen-Angaben blockierte der Konvoi etwa einen halben Kilometer nach der 80er-Zone über alle Fahrstreifen verteilt die A95", meldet die Polizei. "Ein Verkehrsteilnehmer konnte nur durch eine mittelstarke Bremsung aus 100 km/h bis zum Stillstand einen Auffahrunfall vermeiden."

Im weiteren Verlauf sollen die vordersten Pkw, darunter das mit türkischer Landesflagge geschmückte Braut-Auto, nach kurzem Gasgeben immer wieder bis zum Stillstand abgebremst haben. Ein Überholen sei durch die in vorderster Reihe fahrenden Wagen durch beschleunigtes Zickzack-Fahren verhindert worden sein. Der Konvoi, bestehend aus überwiegend dunkelfarbigen Fahrzeugen mit Münchner Kennzeichen, soll nach kurzer Zeit die Fahrt mit eingeschalteten Warnblinklichtern in südlicher Richtung fortgesetzt haben. Mutmaßlich, so die Polizei, verließ der Hochzeitskorso an der A95-Anschlussstelle Penzberg/Iffeldorf oder Sindelsdorf die Autobahn.

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Möglicherweise sei es in den Baustellen-Bereichen am Starnberger Dreieck und im Bereich der Anschlussstelle Seeshaupt zu weiteren Verkehrs-Beeinträchtigungen gekommen. Die aufgrund der Mitteilung sofort eingeleiteten Fahndungs- und Aufklärungs-Maßnahmen im Bereich der Autobahn sowie im Landkreis Weilheim-Schongau führten laut Polizei "zur Feststellung der Hochzeits-Gesellschaft, die mutmaßlich die Verkehrs-Störungen verursachte". Die Verantwortlichen seien von den Gesetzeshütern "eindringlich über die Folgen verkehrswidriger Verhaltensweisen belehrt" worden. "Im weiteren Verlauf kam es zu keinerlei weiteren Vorkommnissen."

Bei dem Einsatz wurden die örtlich zuständigen Dienststellen der Verkehrspolizei und der Polizeiinspektion Wolfratshausen von zahlreiche Einsatzkräften der umliegenden Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd und des Polizeipräsidiums München sowie von einem Hubschrauber unterstützt worden. Die Verkehrspolizei habe Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Nötigung eingeleitet.

Die Ermittler bitten um Hinweise, die zur Klärung der Taten beitragen könnten, und fragen konkret: "Wer konnte am frühen Samstagnachmittag im Bereich der Autobahn A95 Beobachtungen machen, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?" Hinweise werden bei der Verkehrspolizei Weilheim unter der Telefonnummer (08 81) 64 0 - 3 02 oder bei jeder anderen Polizei-Dienststelle entgegengenommen.

Ergänzend zu diesem aktuellen Zeugenaufruf veröffentlicht die Polizei den folgenden Appell: "Hochzeiten sind nachvollziehbar ein Grund zum Feiern. Allerdings darf die Ausgelassenheit nicht dazu führen, dass andere Menschen gefährdet werden oder gar zu Schaden kommen. Straßenblockaden sind kein Spaß, sondern eine Straftat!"


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