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LBV ruft zur Teilnahme an "Deutschlands größter, bürger-wissenschaftlicher Mitmach-Aktion" auf. Weder Experten-Wissen noch besondere Ausstattung nötig.

(ty) Alte Bekannte, neue Daheimgebliebene und nordische Gäste: Wer zeigt sich diesen Winter an der Futterstelle? Nach einem kurzen, schneereichen Kälte-Einbruch, rasch gefolgt von mildem Tauwetter in weiten Teilen des Freistaats, warten Vogelfreunde und Naturliebhaber gespannt auf die 19. "Stunde der Wintervögel". Ab diesem Freitag, 5. Januar, und bis Sonntag, 7. Januar, laden der bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und sein bundesweiter Partner "Nabu" wieder zu "Deutschlands größter, bürger-wissenschaftlicher Mitmach-Aktion" ein. Das Prinzip sei einfach: eine Stunde die Vögel im Garten oder auf dem Balkon beobachten, zählen und dem LBV melden.

"Die Klimakrise betrifft auch unsere gefiederten Freunde", erklärt die LBV-Biologin Angelika Nelson. "Wer bei der Stunde der Wintervögel mitmacht, hilft uns, mehr über die Veränderungen in der heimischen Vogelwelt zu erfahren." Bereits zum 19. Mal wollen LBV und "Nabu" wissen, welche gefiederten Gäste sich im Winter auf bayerischen Balkonen, in den Gärten und Parks tummeln.

Alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat seien deshalb dazu aufgerufen, an diesem ersten Januar-Wochenende eine Stunde lang die Vögel vor der eigenen Haustür zu beobachten sowie die höchste Anzahl jeder Vogelart, die in dieser Zeit beobachtet werde, dem Landesbund für Volgelschutz zu melden. "Wer mitmachen will, braucht kein Experten-Wissen oder besondere Ausstattung", wird betont.

Denn, so unterstreicht der LBV: "Mit unserer praktischen Zählhilfe ist es auch für Neulinge in der Vogel-Beobachtung ganz leicht, die häufigsten Wintervögel zu bestimmen." Kostenlose Online-Kurse helfen laut Ornithologin Nelson darüber hinaus, die heimische Vogelwelt besser kennenzulernen."

Nach dem milden Herbst, gefolgt von einem plötzlichen Winter-Einbruch, der schnell wieder von Tauwetter abgelöst wurde, ist es aus Sicht des LBV dieses Jahr besonders spannend zu erfahren, welche gefiederten Gäste in die Gärten flattern. Denn die periodischen Temperatur-Schwankungen mit Kalt-Warm-Extremen, die durch die Klima-Krise immer häufiger würden, beeinflussten das Zugverhalten einiger Arten.

"Der milde Herbst zögerte den Abflug so manches Kurzstreckenziehers wie Star, Mönchsgrasmücke oder Zilpzalp hinaus und ließ vermuten, dass diese Arten auch jetzt im Winter vermehrt in Bayern zu beobachten sind", sagt Nelson. "Möglicherweise hat sie der plötzliche Winter-Einbruch Anfang Dezember aber doch noch dazu gebracht, in südliche Gefilde abzufliegen." Neben den neuen Daheimgebliebenen und altbekannten Standvögeln wie Meisen und Spechten, lassen sich laut LBV möglicherweise auch Gäste aus Skandinavien – wie Bergfink oder Erlenzeisig – am Futterhäuschen beobachten.

Mit ihrer Teilnahme helfen Bürgerinnen und Bürger den Naturschützern aber nicht nur, mehr über die heimische Vogelwelt und deren Veränderungen zu erfahren, sondern tun sich auch selbst etwas Gutes, so der LBV. Wissenschaftliche Studien zeigten, dass die Beobachtung der vielfältigen Vogelwelt entspannend wirke und die Gesundheit positiv beeinflussen könne. "Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die bunte Vielfalt der Wintervögel an der Futterstelle ein kleines Glanzlicht", findet Nelson.

zell

Ihre Beobachtungen am Vogel-Zähl-Wochenende melden die Teilnehmer am einfachsten online unter www.stunde-der-wintervoegel.de. Dort seien ab dem ersten Zähltag auch fortlaufend aktualisierte Zwischenstände abrufbar, die nach Landkreisen und Regierungsbezirken gefiltert werden könnten. Meldungen per Post oder Telefon – am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 08 00 - 11 57 11 5 – seien ebenfalls möglich. Unter allen Teilnehmenden verlost der LBV nach eigenem Bekunden spannende Preise. 

Vom 8. bis 12. Januar sind alle Lehrkräfte im Rahmen der "Schulstunde der Wintervögel" dazu eingeladen, gemeinsam mit ihren Schülern und Schülerinnen die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen und eine Stunde lang auf dem Pausenhof, im Park oder im Schulgarten zu zählen. Informative Materialien und Spiele zu den häufigsten Wintervögeln für Schulkinder gibt es unter www.naturschwaermer.lbv.de/sdw


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