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Insgesamt wird in Bayern heuer mit einem Ertrag von 5,6 Millionen Tonnen gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Einbruch um fast 13 Prozent.

(ty) Wie das Fachteam des bayerischen Landesamts für Statistik mitgeteilt hat, wird heuer im Freistaat eine klar unterdurchschnittliche Getreide-Ernte von insgesamt rund 5,6 Millionen Tonnen erwartet. Gegenüber dem Vorjahr mit etwa 6,4 Millionen Tonnen ergäbe sich nach Angaben der Behörde damit ein deutlicher Rückgang von 12,7 Prozent. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 mit 6,2 Millionen Tonnen per anno würde das eine Minderung um 8,6 Prozent bedeuten. Nachfolgend weitere Details zu den Getreidearten und Anbau-Flächen sowie Hintergründe und eine Grafik.

Nach den bisher ausgewerteten Ertrags-Messungen wird nach Angaben der Statistik-Behörde für Bayern in diesem Jahr beim Getreide (ohne Körnermais und Corn‐Cob‐Mix) ein durchschnittlicher Hektar-Ertrag von 64,1 Dezitonnen (dt/ha) erwartet. Das entspräche einem Rückgang um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (71,7 dt/ha) und um 4,5 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 (67,1 dt/ha).

Die bewirtschaftete Getreide-Fläche (ebenfalls ohne Körnermais und Corn‐Cob‐Mix) sinkt laut vorläufigem Ergebnis der "Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe" heuer gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent – von 899 048 Hektar auf 878 672 Hektar. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 (917 565 Hektar) ergibt sich ein Rückgang von 4,2 Prozent.

Beim Winterweizen als die flächenstärkste Getreideart in Bayern wird heuer voraussichtlich eine Ernte-Menge von rund 2,9 Millionen Tonnen erreicht. Dies entspräche einem Rückgang um 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 3,8 Millionen Tonnen). Die Anbau-Fläche von Winterweizen (einschließlich Dinkel und Einkorn) sank um 3,6 Prozent von 490 633 Hektar auf 473 114 Hektar. Der durchschnittliche Winterweizen-Ertrag wird mit 70,1 Dezitonnen pro Hektar erwartet und läge damit 9,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (77,2 dt/ha).

Die voraussichtliche Ernte-Menge der Wintergerste liegt laut Landesamt für Statistik mit rund 1,40 Millionen Tonnen um 2,0 Prozent unter dem Wert des vergangenen Jahres (1,43 Millionen Tonnen). Die Anbau-Fläche stieg gleichzeitig um 6,1 Prozent von 192 168 Hektar auf 203 872 Hektar. Der Hektar-Ertrag liegt laut jüngster Einschätzung heuer bei 68,8 Dezitonnen pro Hektar, was einem Rückgang von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (74,5 dt/ha) entspräche – jedoch 1,9 Prozent über dem langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 (67,5 dt/ha) läge.

Die voraussichtliche Erntemenge bei der Sommergerste liege heuer bei rund 0,37 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr (0,48 Millionen Tonnen) entspräche dies einem Rückgang von 22,7 Prozent. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 mit 0,44 Millionen Tonnen ergäbe sich ein deutliches Minus von 16,1 Prozent. Die Anbau-Fläche ging gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent zurück – von 85 037 Hektar auf 73 273 Hektar. Daraus ergibt sich ein Hektar-Ertrag von 50,1 dt/ha, der 10,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (55,9 dt/ha) liegt.

Die Winterraps-Ernte bleibt laut bisherigen Erknenntnissen des Landesamts für Statistik mit rund 0,43 Millionen Tonnen stabil gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 mit 0,39 Millionen Tonnen ergibt sich ein Plus von 8,1 Prozent. Die Anbau-Fläche stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent von 117 453 Hektar auf 119 575 Hektar. Gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 (104 017 Hektar) zeigt sich ein deutlicher Zuwachs von 15,0 Prozent. Der durchschnittliche Hektar-Ertrag sinkt hingegen: Er fällt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent von 36,4 dt/ha auf 35,7 dt/ha.

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Mit einer für heuer in Bayern prognostizierten Ernte-Menge von insgesamt 5,6 Millionen Tonnen reiht sich das Jahr 2026 laut Landesamt für Statistik als drittschlechteste Getreide-Ernte seit 1996 im Freistaat ein. Schlechtere Ergebnisse seien lediglich im Jahr 2024 (5,47 Millionen Tonnen) und im Jahr 2003 (5,49 Millionen Tonnen) verzeichnet worden. Die ertragsstärksten Jahre seien hingegen 2004 mit 7,9 Millionen Tonnen, 2014 mit 7,8 Millionen Tonnen sowie 2015 mit 7,3 Millionen Tonnen gewesen.

"Das Frühjahr verlief überwiegend mild und trocken, lediglich kurze kühle Phasen und regionale Spätfröste unterbrachen die Witterung", erklären die Fachleute zur diesjährigen Getreide-Ernte im Freistaat. "Im weiteren Verlauf prägten ausgeprägte Hitze-Perioden sowie anhaltende Trocken-Phasen die Saison. Aufgrund der ausbleibenden Niederschläge reiften die Bestände schneller ab, sodass die Getreide-Ernte in vielen Regionen früher als üblich begann."


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