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Die Stadt ist neben zwei anderen Kommunen in der Kategorie Kleinstädte und Gemeinden für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 nominiert. Wer gewonnen hat, wird am 21. November bekannt gegeben, dem Sieger winken 35 000 Euro.

(ty/zel ) Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 ist Pfaffenhofen zum zweiten Mal in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden“ nominiert. Bereits im vergangenen Jahr kam die 24 000-Einwohner-Stadt unter die besten drei. „Die erneute Nominierung ist ein voller Erfolg und eine wertvolle Auszeichnung“, heißt es aus der Kreisstadt.

Wie im vergangenen Jahr ist Pfaffenhofen für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Und wieder ist damit schon jetzt eine hervorragende Platzierung sicher; denn in jeder Kategorie sind nur drei Städte nominiert. Unterschieden wird dabei in Großstädte, Städte mittlerer Größe und Kleinstädte. Insgesamt haben sich 108 Kommunen zur Teilnahme am Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 beworben. Die beiden in der Kategorie neben Pfaffenhofen nominierten Städte sind Barnstorf bei Bremen und Furth bei Landshut.

Ob es für Pfaffenhofen zum Sieg reicht, wird man am 21. November erfahren. Dann werden die Preise unter der Schirmherrschaft von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Düsseldorf verliehen. Die Entscheidung, welche Städte und Gemeinden im Rahmen des sechsten Deutschen Nachhaltigkeitstags als Sieger ausgezeichnet werden, wurde bereits von einer 16-köpfigen Jury gefällt.

Auf dem Weg zur Nominierung musste ein umfangreicher Fragebogen bearbeitet werden, bei dem man eine Selbsteinschätzung vorzunehmen hatte  und konkrete Maßnahmen darstellen konnte. Geordnet nach den Themenfeldern Governance und Verwaltung, Klima und Ressourcen, Mobilität und Infrastruktur, Wirtschaft und Arbeit,  Bildung und Integration sowie Lebensqualität und Stadtstruktur wurden so die Nachhaltigkeitsleistungen der teilnehmenden Kommunen aufgenommen und bewertet.

„Die Liste der nachhaltigen Aktivitäten Pfaffenhofens ist lang und vielfältig“, wie Matthias Scholz, der Geschäftsführer der Wirtschafts- und Servicegesellschaft Pfaffenhofen (WSP), betont. Die WSP ist eine Tochtergesellschaft der Stadt und schwerpunktmäßig mit Wirtschaftsförderung, Standortvermarktung und Innenstadtentwicklung befasst. Diese Aufgabenbereiche umfassen unterschiedlichste Aktionen und Projekte, welche die Sicherung und Ausweitung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes fördern.

Scholz verweist in Zusammenhang mit der Nominierung für den Nachhaltigkeitspreis auf das entstehende Ecoquartier, das Biomasseheizkraftwerk, die Bürgerenergie-Genossenschaft, das Kreativquartier Alte Kämmerei, die kleine Landesgartenschau „Natur in Pfaffenhofen 2017“, das Seniorenbüro und Bürgerzentrum, die Elektro-Tankstelle, das Bürgerbeteiligungsprogramms „PAFundDu“ oder das Klimaschutzkonzept. Auf welches Projekt man besonders stolz sein kann, werde die Begründung der Experten-Jury zeigen. „Wichtig für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind alle, selbst die kleinsten Maßnahmen“, so Scholz.

„Dass Pfaffenhofen eine vorbildlich nachhaltige Stadtentwicklung betreibt und den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft lebt, zeigt die erneute Nominierung“, sagt Bürgermeister Thomas Herker (SPD) und unterstreicht: „Die Teilnahme an Wettbewerben wie dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern motiviert uns, uns immer weiter zu verbessern. Wir müssen das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in unseren Köpfen verankern“. Anregungen aus anderen Städten und Gemeinden will sich Herker auf dem begleitenden Fachkongress holen, der der Preisverleihung am 21. November vorangeht.

„Durch die Nominierung bestätigen sich Pfaffenhofens Standortvorteile und Wettbewerbsfähigkeit“, so WSP-Chef Scholz. Pfaffenhofen entwickle sich zu einem Standort mit bester Zukunftsperspektive. „Ausgezeichnet lebenswert, Top in Sachen Nachhaltigkeit und mit hervorragender Lagequalität“, fasst Rathauschef Herker zusammen. „Das alles sind Fakten, die Unternehmen auf Standortsuche von Pfaffenhofen überzeugen können.“

Der erste Platz in der Kategorie Kleinstädte und Gemeinden würde sich neben dem gewonnen Renommee auch finanziell lohnen: winken doch dem Sieger Fördergelder in Höhe von 35 000 Euro, die für ein Projekt rund um nachhaltige Entwicklung von einer Umweltstiftung zur Verfügung gestellt werden, wie es aus Pfaffenhofen heißt. Bürgermeister Herker kündigte bereits an, dass man die Bürger im Falle des Sieges mittels des hiesigen Bürgerbeteiligungsprogramms „PAFundDU“ über die Verwendung des Geldes mitentscheiden lassen werde. 

Zum zweiten Mal verleiht die „Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.“ den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden. Nominiert sind unter anderem Großstädte wie Augsburg, Dortmund und Mainz; aber auch Orte wie die Gemeinde Saerbeck im Münsterland oder die Stadt Wernigerode sind unter den Besten. Gleich zwei Nominierungen gingen an die bayerische Gemeinde Furth. Insgesamt 14 Kommunen haben die Chance, am 21. November im Rahmen des sechsten Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf ausgezeichnet zu werden.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr haben sich heuer insgesamt 108 Städte und Gemeinden beworben. Die Auszeichnung in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden“ würdigt Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Entwicklung betreiben oder in einzelnen Bereichen beispielhafte Nachhaltigkeitsprojekte erfolgreich umgesetzt haben.

„Globale Nachhaltigkeitsstrategien greifen nur, wenn sie vor Ort politisch gewollt und konkret umgesetzt werden“, sagt Stefan Schulze-Hausmann, der Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. „Die Bewerbungen haben gezeigt, dass sich die Kommunen der Verantwortung für Energiewende und Klimaschutz stellen. Knappe Kassen zwingen oft zu unkonventionellen, kreativen Lösungen. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis wollen wir die Verantwortlichen in den Kommunen in ihrem nachhaltigem Handeln weiter bestärken.“

Als Deutschlands nachhaltigste Großstädte sind Augsburg, Dortmund und Mainz nominiert. Unter den Städten mittlerer Größe setzten sich Lörrach, Pirmasens und Wernigerode durch. Bei den Kleinstädten und Gemeinden fiel die Jury-Entscheidung zugunsten von Barnstorf bei Bremen, Furth bei Landshut und eben Pfaffenhofen.

Ebenfalls nominiert sind im Themenfeld „Governance und Verwaltung“ Kempten im Allgäu, Mannheim und die Verbandsgemeinde Neuerburg in der Eifel. Schließlich gehen Arnsberg im Sauerland sowie die Gemeinde Saerbeck bei Münster ins Rennen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 im Themenfeld Klima und Ressourcen; die Gemeinde Furth erhielt hier eine zweite Nominierung.

Die Entscheidungen, welche Kommunen am 21. November im Rahmen des sechsten Deutschen Nachhaltigkeitstags in Düsseldorf ausgezeichnet werden, fällte die 16-köpfige Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Günther Bachmann, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung. Zur Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsprojekte erhalten „Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden“ von der „Allianz Umweltstiftung“ eine projektgebundene Fördersumme von jeweils 35 000 Euro.

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