Logo
Anzeige
Anzeige

Aufsehen erregende Fälle aus den aktuellen Berichten der bayerischen Polizei

Wanderer stirbt nach 250-Meter-Absturz

(ty) Einen Urlauber (73), der gestern zu einer Bergtour auf den Wörner (Kreis Garmisch-Partenkirchen) aufgebrochen, abends aber nicht mehr zurückgekehrt war, fanden die Einsatzkräfte heute leblos auf. Der Mann war rund 250 Meter tief abgestürzt. Durch Kräfte der Bergwacht und zwei Polizeibergführer konnte er in einer Höhe von etwa 2150 Meter nur noch tot geborgen werden. Vermutlich war der 73-Jährige beim Abstieg gestolpert oder hatte den Halt verloren.

Ein Ehepaar aus Castop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) hat seinen Urlaub in Mittenwald verbracht. Der 73-jährige Ehemann brach gestern Vormittag alleine zu einer Bergtour auf den Wörner auf. Über die Hochlandhütte und den Wörnersattel kam er gegen 16 Uhr am Gipfel an. Von dort sendete er noch eine Nachricht an seine Ehefrau. Weil er auch nicht in die Unterkunft zurückkehrte, meldete die Ehefrau ihren Mann bei der Polizei als vermisst.

Daraufhin wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet. Die Bergwacht-Bereitschaft Mittenwald, Bergwacht-Hunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera der Polizei waren im Einsatz. In der Nacht musste die Suche zunächst ergebnislos abgebrochen werden. Heute Morgen startete die Suche erneut. Der Polizeihubschrauber, mit einem Bergwachtmann besetzt, konnte gegen 9.30 Uhr dann eine leblose Person in der Wörner-Nordwestwand entdecken. 

 

Tödlicher Betriebsunfall

(ty) Auf dem Gelände einer Tankstelle in Leidersbach (Kreis Miltenberg) ist gestern ein 62-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen. Gegen 14.45 Uhr war eine Streife der Polizeiinspektion Obernburg auf der Hauptstraße unterwegs, beim Vorbeifahren an der Tankstelle wurden die Beamten von Zeugen auf den Notfall aufmerksam gemacht. So leisteten Ersthelfer gerade Erste Hilfe bei einem 62-jährigen Firmenmitarbeiter, der dem Sachstand nach mit Wartungsarbeiten an der Luft- und Wasser-Servicestation beschäftigt war und einen Stromschlag erlitt.

Rasch war in der Folge auch der Rettungsdienst mit einem Notarzt vor Ort. Für den 62-jährigen Monteur aus dem Rhein-Neckar-Kreis kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die weiteren Ermittlungen zu den Todesumständen führt die Kripo Aschaffenburg. Nähere Aufschlüsse soll auch eine von der Staatsanwaltschaft beantragte Obduktion ergeben. Die zuständige Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt wurden einbezogen.

Reihenweise Frauen in Umkleide gefilmt

(ty) Ein 57-Jähriger soll in den vergangenen Wochen im Umkleidebereich des Geisbergbads in Veitshöchheim (Kreis Würzburg) immer wieder Frauen heimlich gefilmt oder fotografiert haben. Ein Polizeibeamter, der in seiner Freizeit unterwegs war, nahm den Tatverdächtigen am Montagabend vorläufig fest und übergab ihn seinen Kollegen. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere auch zu den noch unbekannten Opfern, führt nun die Polizeiinspektion Würzburg-Land.

Eine Zeugin wurde am Montagnachmittag auf den 57-Jährigen aufmerksam, der offenbar gerade damit beschäftigt war, unter eine Umkleidekabine hindurch Bildaufnahmen von zwei Frauen zu fertigen. Die Zeugin verständigte sofort ihren Ehemann, bei dem es sich um einen Bereitschaftspolizisten aus Würzburg handelt. Der gab sich als Beamter zu erkennen und erklärte dem Tatverdächtigen die vorläufige Festnahme.

Die Beamten stellten das Handy des Beschuldigten sicher. Bei einer ersten Sichtung des darauf befindlichen Bildmaterials wurden mehr als 50 weitere Fälle bekannt, bei denen seit Anfang Juli immer wieder Frauen in Umkleidekabinen offenbar heimlich gefilmt worden waren. Von einem Großteil der betroffenen Frauen sind die Personalien bislang noch nicht bekannt. Die Ermittlungen diesbezüglich dauern noch an. Einige wenige Fälle hat der Tatverdächtige inzwischen eingeräumt. Gegen ihn läuft nun eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen. In diesem Zusammenhang hoffen die Ermittler nun auch auf weitere Zeugenhinweise.

 

Vergiftung nach Sprengung

(ty) Eine genehmigte Brunnen-Sprengung führte gestern Nachmittag dazu, dass neun Personen eine leichte Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Die Gemeinde Inchenhofen (Kreis Aichach-Friedberg) hatte eine Firma damit beauftragt, den Brunnen des Wasserhauses an der Sainbacher Straße durch insgesamt drei Sprengungen zu befüllen. Nachdem bereits zwei Sprengungen ohne Probleme durchgeführt worden waren, erfolgte die dritte Sprengung zwischen 12.30 und 13 Uhr. Anschließend betraten insgesamt zehn Personen – Sprengmeister, Verantwortliche der Gemeinde und des Wasserwirtschaftsamts – das Untergeschoss des Wasserhauses.

Kurz danach stellten sich bei den Personen gesundheitliche Probleme ein. Sie konnten das Gebäude noch rechtzeitig verlassen und wurden ärztlich behandelt oder ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr musste das Gebäude mit Atemschutz betreten und konnte eine erhöhte Belastung mit Kohlenmonoxid feststellen. Nach Belüftung der Räume konnte Entwarnung gegeben werden. Die Ursache des Zwischenfalls ist derzeit noch nicht bekannt. Die Polizei Aichach hat die Ermittlungen aufgenommen.

Überfall auf Rentnerin im eigenen Haus

(ty) Am frühen Morgen überfielen heute zwei bislang unbekannte Täter eine ältere Frau in ihrem Wohnanwesen in Nürnberg-Worzeldorf. Gegen 4.30 Uhr teilte die Frau per Notruf mit, dass sie in ihrem Haus im Heckenrosenweg von zwei unbekannten Männern überfallen und beraubt worden sei. Die ersten Streifenwagen trafen kurz nach der Mitteilung am Tatort auf die stark verängstigte Rentnerin.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde die allein anwesende Rentnerin gegen 3.30 Uhr wach, da sie Geräusche in dem Haus am Heckenrosenweg wahrnahm. Als sie nach einer Weile nachsehen wollte, griff sie ein Unbekannter an, überwältigte sie und hielt sie fest, während ein zweiter Täter das Haus nach Wertgegenständen durchsuchte. Nach einer Weile verließen die Täter den Tatort mit ihrer Beute – Schmuck im Wert von noch unbekannter Höher. Die Seniorin erlitt leichte Verletzungen, steht jedoch sichtlich unter dem Eindruck des Erlebten. Sie wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren.

Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei dem auch der Polizeihubschrauber eingesetzt war, verlief bislang erfolglos. Die Täter werden folgendermaßen beschrieben: Beide männlich, etwa Jahre alt, vermutlich Osteuropäer, sprachen deutsch mit unbekanntem osteuropäischen Akzent; ein Täter hatte eine Tätowierung an der Hand und trug Turnschuhe. Der Kriminaldauerdienst führte die Spurensicherung am Tatort durch. Das Fachkommissariat für Raubdelikte der Nürnberger Kriminalpolizei ist mit der weiteren Ermittlungsarbeit betraut. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (09 11) 21 12 - 33 33 zu melden.

 

Hochwertige Sportbekleidung sichergestellt

(ty) Am Dienstag kontrollierten Beamte der Grenzpolizei Passau einen portugiesischen Pkw; in diesem fanden sie eine Vielzahl an hochwertigen Sportartikeln. Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau erging Haftbefehl gegen einen 29-jährigen Rumänen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Eine Recherche ergab, dass die Artikel aus dem Sortiment eines Sportfachhändlers stammen und einen Wert von etwa 13 000 Euro haben.

Am Dienstag gegen 2.15 Uhr wurde der 29-Jährige mit seinem Pkw auf der A3 einer Kontrolle unterzogen. Dabei konnte eine Vielzahl an hochwertiger Sportbekleidung, teilweise mit angebrachter Diebstahls-Sicherung, aufgefunden und sichergestellt werden. Da der Mann zudem keinen schlüssigen Eigentumsnachweis erbringen konnte, wurde er festgenommen. Die Kripo übernahm die weiteren Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Passau vorgeführt. Nachdem dieser Haftbefehl gegen ihn erließ, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. (Foto: Polizei)

 

Erfolglose Einbrüche: Polizei fasst Betrunkenen

(ty) Ein 40-jähriger Fürther versuchte in der Nacht auf heute, gleich zwei Mal einzubrechen. Beim zweiten Versuch wurde er von der Polizei festgenommen. Der betrunkene Mann (mehr als 1,3 Promille) stieg gegen 3.30 Uhr in das Grundstück eines Gartenhauses in Nürnberg-Langwasser ein, um ein Fahrrad zu klauen. Dabei überraschten ihn die Pächter, sodass er ohne Beute flüchtete. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung kam wenig später die Mitteilung, dass sich ein Unbekannter an einem Kiosk unweit der Gartenlaube zu schaffen mache. Beim Eintreffen mehrerer Streifenwagen gelang dem zunächst unbekannten Mann zwar die Flucht, doch schon kurze Zeit später klickten die Handschellen.

Der Festgenommene gab sofort den versuchten Einbruch in den Kiosk zu. Außerdem gestand er auf Vorhalt auch den versuchten Fahrrad-Diebstahl aus der Gartenlaube. Der Beschuldigte wurde ausgenüchtert und der Kripo übergeben. Dort leiteten die Beamten gegen ihn zwei Verfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls ein. Derzeit prüfen die Ermittler, ob der Mann weitere gleichgelagerte Fälle begangen hat. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen aber noch an.

Fahrgast schnappt Taschendieb

(ty) Dank der aktiven Unterstützung eines Fahrgasts der Nürnberger U-Bahn nahmen Polizeibeamte gestern einen 20-jährigen mutmaßlichen Taschendieb fest. Der Beschuldigte wurde der Kriminalpolizei übergeben. Gegen 12 Uhr war eine 30-jährige Frau in der U-Bahn in Fahrtrichtung Fürth unterwegs und als der U-Bahnzug an der Haltestelle „Bärenschanze“ angehalten hatte, griff der 20-Jährige blitzschnell in die offene Handtasche der Frau und rannte aus der U-Bahn.

Ein mitfahrender 28-Jähriger erkannte den Sachverhalt, reagierte sofort und verfolgte den mutmaßlichen Dieb. Wenige Hundert Meter später holte er den Flüchtenden ein und hielt ihn bis zum Eintreffen der inzwischen verständigten Polizei fest. Den Geldbeutel hatte er noch bei sich. Er konnte wenig später der Frau wieder ausgehändigt werden. Der Beschuldigte wird nun wegen des Verdachts des Diebstahls angezeigt. 

 

Historische Bibel gestohlen

(ty) Unbekannte haben am vergangenen Wochenende eine Bibel aus der St.-Rochus-Kirche in Zirndorf (Kreis Fürth) mitgehen lassen. Den Zeitraum grenzt die Polizei auf Freitag, 16 Uhr, und Sonntag, 9 Uhr, ein. An dem Wochenende fanden in der Kirche Turmbegehungen statt. Die historische Altarbibel selbst wird auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts datiert und hat einen Sachwert von einigen hundert Euro. Der ideelle Wert der Schrift ist nicht zu beziffern.

 

Randale im Rotlicht-Milieu

(ty) Heute gegen 1.15 Uhr randalierte ein 18-Jähriger am Unteren Talweg in Augsburg-Haunstetten. Nachdem er mehrere geparkte Fahrzeuge beschädigt sowie im Zugangsbereich eines Etablissements gewütet hatte, ging er auch das Sicherheitspersonal des Bordell-Betriebes körperlich an. Im Zuge der Festnahme bespuckte er dann noch Einsatzkräfte und Zeugen. Einen Polizeibeamter biss der Täter und verletzte ihn hierbei leicht.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Festgenommenen, der sich augenscheinlich unter dem Einfluss berauschender Mittel befand, wurde auch eine kleine Menge Rauschgift gefunden. Im Rahmen einer durch die Staatsanwaltschaft Augsburg angeordneten Wohnungs-Durchsuchung wurden weiteres Rauschgift sowie entsprechende Utensilien aufgefunden.

Der junge Mann selbst, der sich jeglicher Kommunikation unzugänglich zeigte und offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand war, wurde im Anschluss ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Bei der Fahrt dorthin beschädigte er das Interieur des Rettungswagens. Gegen den jungen Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf den Polizeibeamten, Körperverletzung, Verstoß nach dem Betäubungsmittel-Gesetz und Sachbeschädigung in mehreren Fällen eingeleitet. Abgesehen von dem verletzten Polizeibeamten richtete der 18-Jährige einen Gesamtschaden von 1650 Euro an.

 

Tresor und Pistole gefunden

(ty) Am Sonntag entdeckte eine 31-jährige Frau aus dem Landkreis Deggendorf bei Osterhofen einen Tresor und eine Pistole in der Donau. Der 50 auf 40 Zentimeter große Tresor lag etwa 20 Meter vom Ufer entfernt in dem Fluss. Die Rückwand des Tresors war gewaltsam geöffnet worden. Aufgrund des Zustandes des Tresors wird angenommen, dass er bereits längere Zeit in der Donau gelegen hatte. In der Nähe lag außerdem eine stark verrostete, ungeladene Pistole im Wasser. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Gegenständen besteht, ist nicht bekannt.

 

Feuer nach Blitzeinschlag

(ty) In der Nacht auf heute brach nach einem Blitzeinschlag ein Feuer im Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Fröhstockheim (Kreis Kitzingen) aus. Die Bewohner blieben unverletzt. Am Haus selbst entstand allerdings ein erheblicher Sachschaden. Der Blitz hatte gegen 3.20 Uhr in das freistehende Einfamilienhaus am Johannisbrunnenweg eingeschlagen und setzte den Dachstuhl in Brand. Der umgehend alarmierte Rettungsdienst sowie die Feuerwehren aus Kitzingen, Großlangheim, Rödelsee und Fröhstockheim waren zügig vor Ort.

Im Zuge der Löscharbeiten mussten Teile des bereits eingestürzten Dachstuhls weiter aufgebrochen werden. Nach Angaben der Feuerwehr kann wohl davon ausgegangen werden, dass das Einfamilienhaus vorerst weiterhin bewohnbar ist. Insgesamt entstand an dem Wohnhaus ein Sachschaden, der vermutlich im hohen fünfstelligen Euro-Bereich liegen dürfte. Nach ersten Ermittlungen der Kitzinger Polizei kann gesichert davon ausgegangen werden, dass die Ursache für den Brand der vorherige Blitzeinschlag war.

 

Badegast rettet Kind mit Heimlich-Griff

(ty) Gestern Nachmittag rutschte ein fünfjähriger Bub auf der Kinderrutsche in das Nichtschwimmer-Becken des Eichwaldbads in Dillingen. Beim Eintauchen ins Wasser verschluckte sich das Kind derart, dass es bewusstlos wurde und blau anlief. Sowohl der Vater als auch der zuständige Bademeister sowie ein 73-jähriger Badegast erkannten die lebensbedrohliche Situation und handelten sofort. Der 73-Jährige wendete den so genannten Heimlich-Griff bei dem Buben an, der daraufhin das Wasser wieder erbrach und zu sich kam. Das Kind wurde dennoch vorsorglich in die Kinderklinik Augsburg gebracht.

Ehefrau misshandelt

(ty) Wegen gefährlicher Körperverletzung muss sich ein 37-Jähriger nach Ermittlungen der Kriminalpolizei verantworten. Der Mann hatte gestern in Coburg seine Gattin misshandelt. Die 31 Jahre alte Frau hielt sich gegen 11.30 Uhr in einem Schnellrestaurant an der Niorter Straße auf. Nachdem ihr Mann sie aufgefordert hatte, auf den Parkplatz zu kommen, ging er auf seine Ehefrau los, schlug und würgte sie. Eine Angestellte des Restaurants kam der 31-Jährigen zu Hilfe, worauf der Tatverdächtige mit dem Auto flüchtete. Sein Opfer erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Im Rahmen der Fahndung konnten Beamte den 37-Jährigen in einem Anwesen im Landkreis Kronach festnehmen. Wie sich bei den weiteren Ermittlungen herausstellte, ist der Mann zudem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

 

Horrende Preise: Festnahme

(ty) Nachdem ein 81-Jähriger eine Polster-Reinigungsfirma wegen des Verdachts des Betruges und des Wuchers angezeigt hatte, konnte die Polizei Schweinfurt am Dienstag nun zwei Tatverdächtige festnehmen. Das von dem 28-Jährigen und seinem zwei Jahre älteren Begleiter mitgeführte Bargeld stellten die Beamten sicher. 

Wie berichtet wird, bot die Firma seit geraumer Zeit die Reinigung von Polstermöbeln und Teppichen im Stadt- und Landkreis Schweinfurt an und verteilte entsprechende Flyer. Da für die Dienstleistungen dem Anschein nach deutlich überhöhte Geldforderungen gestellt wurden, ermittelte die Polizei wegen des Verdachts des Betrugs und des Wuchers.

Eines der Flyer befand sich auch im Briefkasten eines 81-jährigen Schweinfurters. Um die Reinigung von zwei Teppichen und einem Sessel in Auftrag zu geben, trat er telefonisch mit der Firma in Kontakt. Daraufhin erschienen schließlich drei Mitarbeiter der Firma und reinigten innerhalb von einer Stunde die Teppiche und den Sessel. Anschließend verlangten sie für ihre Dienstleistung 3000 Euro, der überraschte 81-Jährige konnte den Rechnungsbetrag noch auf 476 Euro reduzieren.

Da er im Nachgang auch mit dem Ergebnis der Reinigung nicht zufrieden war, wollte er über die Hotline reklamieren, scheiterte dort aber mit seinem Anliegen. Kurzentschlossen fuhr der Senior zu der auf dem Flyer angegebenen Adresse in Sennfeld. Doch statt einer Polster-Reinigungsfirma befindet sich dort ein Autohaus, welches weder eine solche Dienstleistung anbietet noch entsprechende Flyer verteilt.

Am Dienstag konnte die Polizei nicht nur zwei Tatverdächtige vorläufig festnehmen, sondern in Oberwerrn auch die Übergabe von 1500 Euro verhindern. Dort stellten die Tatverdächtigen 3500 Euro für ihre Arbeit in Rechnung, die Übergabe der noch ausstehenden 1500 Euro konnte verhindert werden. Die Polizei setzte die Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Monatelange Ermittlungen erfolgreich

(ty) Nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus im vergangenen Dezember konnte die Kriminalpolizei Würzburg inzwischen drei Tatverdächtige ermitteln. Ein 26-jähriger wurde nunmehr ausgeliefert und befindet sich seit Freitag wegen der Tat in Untersuchungshaft. Gegen einen weiteren 29-Jährigen besteht ein europäischer Haftbefehl – dieser Beschuldigte wartet derzeit noch auf seine Auslieferung aus Kroatien. Der dritte Tatverdächtige befindet sich auf Grund eines gravierenden Raubdelikts in der Schweiz in Haft.

Damals wurde die Bewohnerin eines Einfamilienhauses an der Bahnhofstraße in Neustadt/Main (Kreis Main-Spessart) einen Tag vor Heiligabend durch Geräusche aus dem Schlaf gerissen. In der Folge stellte die Frau frische Einbruchspuren an Türen und Fenstern fest. Der Sohn konnte noch zwei männliche Personen flüchten sehen und eine Beschreibung abgeben. Im Rahmen der Fahndung wurden die drei Tatverdächtigen durch die Polizeiinspektion Marktheidenfeld kontrolliert, jedoch konnte ihnen zunächst keine Beteiligung an dem Einbruch nachgewiesen werden.

Die Kriminalpolizei hat im Nachgang den Fall übernommen. Im Rahmen der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass die drei Männer im Alter zwischen 26 und 39 Jahren an dem Einbruch beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin Haftbefehle gegen zwei der drei kroatischen Staatsangehörigen. Der 39-jährige dritte Tatverdächtige mit Wohnsitz im Raum Hessen konnte dort bereits im Mai für die Schweizer Behörden vorläufig festgenommen werden. Er befindet sich wegen des Raubdeliktes in der Schweiz in Untersuchungshaft. Die beiden weiteren Männer im Alter von 26 und 29 Jahren mit Wohnsitz in Kroatien konnten in Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli ebenfalls festgenommen werden.

Der 26-jährige Tatverdächtige wurde am Donnerstag an Beamte der Kriminalpolizei Würzburg überstellt und am Folgetag zur Eröffnung seines Haftbefehl wegen versuchten schweren Bandendiebstahls dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Er sitzt seitdem in einer Justizvollzugsanstalt. Der zweite in Kroatien festgenommene Tatverdächtige im Alter von 29 Jahren wartet in dortiger Haft auf seine Auslieferung nach Deutschland.


Anzeige
RSS feed