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Ausstand im Personal-Verkehr von Mittwoch bis Freitag. Deutsche Bahn rät, geplante Reisen zu verschieben. 

(ty) Bahn-Fahrern stehen nervenaufreibende Tage bevor. "Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer" (GDL) hat heute bundesweite Streikmaßnahmen im Personen-Verkehr ab dem morgigen Mittwoch, 2 Uhr, und bis Freitagmorgen, 2 Uhr, angekündigt. Deshalb werde es auch im DB-Regional-Verkehr in Bayern von 11. bis 13. August zu Verspätungen und Zugausfällen kommen, kündigte die Deutsche Bahn heute an. Außerdem wurde erklärt, dass es durch den GDL-Streik voraussichtlich zu zahlreichen Zugausfällen im Fernverkehr kommen werde. Die Bahn rät auf ihrer Internet-Seite: "Bitte verschieben Sie Ihre für den 11. August und 12. August geplanten Fernverkehrs-Reisen, wenn Sie nicht zwingend fahren müssen. Die Ticket-Gültigkeit wird ausgeweitet." Auf jeden Fall sollte man sich vor Reise-Antritt über die jeweilige Verbindung und über die aktuelle Lage informieren.

 

Die Mitglieder der GDL haben nach Gewerkschafts-Angaben mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn gestimmt. In einer geheimen Briefwahl votierten laut einer Presse-Mitteilung 95 Prozent bei der Urabstimmung dafür. Die Wahlbeteiligung habe bei rund 70 Prozent gelegen. "Wir haben mit großer Zustimmung und einem hohen Rücklauf gerechnet, das Ergebnis hat unsere Erwartungen jedoch noch übertroffen", erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky heute in Frankfurt.

"Auch viele Beamte und Kollegen aus den DB-Unternehmen, in denen die GDL keine Urabstimmung durchgeführt hat, haben ihre Solidarität bekundet", ließ die GDL wissen. Von diesen Antworten unterstützen demnach 97 Prozent den Kurs der GDL. "Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei unseren Mitgliedern bedanken. Ohne diesen Rückhalt wären wir nicht das, was wir sind", so Weselsky.

 

Die GDL sieht das klare Votum jedenfalls "als Auftrag und ruft daher ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn zum Arbeitskampf auf": im Güterverkehr ab dem heutigen Dienstagabend, 19 Uhr, sowie im Personenverkehr und der Infrastruktur ab dem morgigen Mittwochmorgen, 2 Uhr. Der Arbeitskampf endet laut GDL-Ankündigung dann am 13. August um 2 Uhr morgens. "Gemessen an der Stimmung in der Belegschaft könnte der Streik gar nicht lange genug dauern", kommentiert Weselsky. "Mit diesem Zeitfenster versucht die GDL jedoch den Ferien- und Wochenendverkehr nicht zu stark zu beeinträchtigen", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Gewerkschaft. 

Die GDL fordert für das direkte Personal den Abschluss des Tarif-Vertrags des öffentlichen Dienstes mit einem Entgelt-Plus von 1,4 Prozent zum 1. April 2021, mindestens aber 50 Euro mehr, sowie einer Corona-Beilhilfe von 600 Euro im Jahr 2021. Zum 1. April 2022 müsse dann eine weitere lineare Erhöhung von 1,8 Prozent für die Mitglieder erfolgen. Unabdingbar ist aus Sicht der Gewerkschaft "die Fortsetzung der betrieblichen Altersversorgung und damit der Erhalt der Kleinst-Renten für alle Eisenbahner, denn im öffentlichen Dienst wurde die Zusatz-Versorgung auch niemandem weggenommen".

 

Laut einer heutigen Mitteilung der Deutschen Bahn wird es aufgrund des Streiks der "Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer" im Regionalverkehr der DB in Bayern von 11. bis 13. August zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Geraten wird: "Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf bahn.de beziehungsweise im DB-Navigator oder in der App DB-Streckenagent über Ihre Verbindung und auf bahn.de/aktuell über die aktuelle Lage. Die Ersatz-Fahrpläne werden laut DB-Ankündigung zeitnah veröffentlicht.

Man erwarte durch den Streik auch "große Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr" der Deutschen-Bahn-AG. Im Fernverkehr gelte ein Ersatzfahrplan, "mit dem wir rund ein Viertel der Verbindungen aufrecht erhalten können", so die DB. "Trotzdem können wir in dieser Situation nicht garantieren, dass alle Reisenden an ihr Ziel kommen."

Weitere Informationen der Deutschen Bahn, auch zur Gültigkeit gekaufter Tickets, zu Bahn-Reisen während des GDL-Streiks, zum internationalen Fernverkehr und zu weitere Info-Möglichkeiten und Hotlines finden sie auf www.bahn.de.


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