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Vorhaben zur Verschmelzung mit der "meine Volksbank Raiffeisenbank" wird nicht weiter verfolgt. Die Unterschiede seien einfach zu groß, heißt es.

(ty) "Gemeinsam stärker" –  das ist nach eigenem Bekunden die Idee hinter dem geplanten Zusammenschluss der Volksbank-Raiffeisenbank Bayern-Mitte mit Sitz in Ingolstadt und der "meine Volksbank Raiffeisenbank" mit Sitz in  Rosenheim gewesen. Im Fall einer Verschmelzung dieser beiden Geldhäuser wäre die zweitgrößte Volksbank-Raiffeisenbank in Deutschland entstanden. Doch die Fusions-Pläne sind jetzt vom Tisch, wie heute per Presse-Mitteilung bekannt gegeben wurde. Das "Verschmelzungs-Vorhaben" wird den Angaben zufolge gestoppt und nicht weiter verfolgt.

"Voller Überzeugung über das zukunftsweisende Konzept sind beide Banken Ende September in ein gemeinsames Projekt mit dem Ziel der Verschmelzung gegangen", erklärte jetzt die Volksbank-Raiffeisenbank Bayern-Mitte. "Die vergleichbare strategische Ausrichtung, gleichartige Handlungsfelder und ein gemeinsames Ziel schienen eine starke Basis für das Vorhaben zu sein." Dennoch, so heißt es weiter, werde es den Zusammenschluss nun nicht geben. Die Unterschiede seien einfach zu groß, lässt Richard L. Riedmaier, der Vorstands-Vorsitzende der VR Bayern-Mitte wissen. Die "meine Volksbank Raiffeisenbank" gab auf ihrer Internet-Seite die Entwicklung ebenfalls bekannt.

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Hier heißt es: "Voller Überzeugung des zukunftsweisenden Konzeptes sind beide Banken in das gemeinsame Projekt, mit dem Ziel der Verschmelzung, gegangen. Die vergleichbare strategische Ausrichtung, gleichartige Handlungsfelder und ein gemeinsames Ziel schienen eine starke Basis für das Vorhaben zu sein. Nun wird es den Zusammenschluss nicht geben. Es hat sich gezeigt, dass die Arbeitsweisen und organisatorischen Abläufe in beiden Häusern sehr unterschiedlich sind. In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen erscheint es nicht möglich, die gesteckten Ziele zeitnah zu realisieren. Aus diesem Grund haben sich Vorstand und Aufsichtsrat beider Häuser entschlossen, die Verschmelzung nicht weiter zu verfolgen."

Riedmaier kommentiert in der Presse-Erklärung seiner Bank: "Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die Verschmelzung von großem Vorteil für beide Häuser gewesen wäre. Wir wollten das Beste aus beiden Banken vereinen." Denn, so der Chef der VR-Bayern-Mitte weiter: "Die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung, die Bewältigung der Regulatorik und der demografischen Herausforderungen, die Attraktivität als Arbeitgeber, die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Geschäftsfelder, die Erschließung neuer Marktpotenziale und die Hebung von Synergien wären große Chancen der gemeinsamen Bank gewesen."

Die VR Bayern-Mitte ist nach eigenem Bekunden von der Idee einer genossenschaftlichen "Bank der Regionen" nach wie vor überzeugt. "Das ist zukunftsweisend. Wir werden das weiter verfolgen", so Riedmaier. "Jetzt konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung und Zukunfts-Gestaltung unserer Bank – mit unseren bewährten Werten und Strukturen", sagt er. Sein Haus legt laut heutiger Mitteilung planmäßig Mitte nächstens Monats die Zahlen zum Geschäftsjahr 2022 vor. Man sei wieder überdurchschnittlich gewachsen, so Riedmaier. Man sei gegen den starken Zins-Anstieg sehr gut abgesichert gewesen. Mit einem überdurchschnittlich hohen Betriebs-Ergebnis könne die Bank die "zins-induzierten Abschreibungen bei den Wertpapier-Anlagen sehr gut abfedern".

Zum Hintergrund:

VR Bayern-Mitte plant Mega-Fusion


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