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Maßnahmen an Schleusen und Brücken dauern mehrere Wochen. Morgen sollte es losgehen, doch der Start wird von einem Warnstreik überschattet.

(ty) In den nächsten Wochen sollen an Schleusen und Brücken des Main-Donau-Kanals und der Donau anspruchsvolle Bau- und Unterhaltungs-Maßnahmen durchgeführt werden. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Donau-MDK hat nach eigenem Bekunden für den Zeitraum von drei Wochen ein umfangreiches Programm an den Schleusen Forchheim, Kriegenbrunn, Hilpoltstein, Berching, Dietfurt, Kelheim und Regensburg geplant. Zusätzlich sollten an den beiden Kanal-Brücken bei Zenn und Meckenlohe schwerpunktmäßig ambitionierte Arbeiten durchgeführt werden. Die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal kommt deshalb zeitweise zum Erliegen. Laut WSA sollten die Arbeiten am morgigen Samstag, 11. März, beginnen und bis 31. März dauern. Allerdings könnte nun ein dreitätiger Warnstreik, zu dem "ver.di" aufgerufen hat, einiges durcheinanderbringen. 

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Die Ampeln der Schleusen auf der Main-Donau-Wasserstraße werden nach WSA-Angaben am morgigen Samstag, 11. März, auf Rot gestellt. Die Schifffahrt auf der rund 760 Kilometer langen trans-europäischen Wasserstraßen-Verbindung komme für fünf bis 21 Tage zum Stillstand. Sechs Schleusen-Anlagen am Main-Donau-Kanal und eine Schleuse an der Donau sowie zwei Kana-Bbrücken werden laut WSA unter anderem für die Inspektions-Arbeiten und die anstehenden Wechsel der Untertore trockengelegt. Dazu zähle auch die Schleuse bei Hilpoltstein, die mit einer Hubhöhe von fast 25 Metern zu den größten Schleusen in ganz Deutschland gehöre.

"Trotz der jährlich stattfindenden Schleusen-Sperren bereiten wir uns intensiv und gründlich auf die vielen einzelnen Vorhaben – vom Wechsel einzelner Schleusentore über die Bauwerks-Vermessung und Inspektion bis hin zur Wartung der Elektrotechnik – vor", erklärt Marko Ruszczynski, der für die Gesamtsteuerung verantwortliche Fachbereichs-Leiter. In dem Wissen, dass die Wasserstraßen und Schifffahrts-Verwaltung des Bundes (WSV) ein verlässlicher Partner für die Nutzer der Wasserstraße sei, gelte es die mit der Schifffahrt vereinbarten Zeitziele unbedingt einzuhalten, unterstreicht Ruszczynski.

Die schon seit Monaten geplanten Arbeiten mit einem Auftrags-Volumen von nach WSA-Angaben insgesamt rund acht Millionen Euro werden laut heutiger Mitteilung mit 300 eigenen Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern durchgeführt. Zusätzlich seien aber rund 100 Aufträge an externe Firmen erteilt worden, die wiederum weitere 190 Mitarbeiter und Spezialisten stellen. Das "Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK" unterhält die Bundeswasserstraßen Main-Donau-Kanal und Donau zwischen Bamberg und Jochenstein auf einer Gesamtlänge von 372 Kilometern.

Am gestrigen Donnerstag wurde das WSA nach eigenem Bekunden überraschend über einen Aufruf zum Warnstreit durch die vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft "ver.di)" informiert. Dieser betreffe alle Standorte – ab dem morgigen Samstag, 0 Uhr, und bis Montag, 24 Uhr. "Mit dem für die ersten drei Tage der Schleusen-Sperre geplanten Warnstreik trifft uns die Arbeitskampf-Maßnahme zu einem kritischen Zeitpunkt", sagt Ruszczynski. "Die für die Planung zuständigen Beschäftigten sind derzeit mit Hochdruck dabei die Gesamt-Maßnahme zu überplanen."


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