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Nach dem Unglück gehen die Ermittler vielen Hinweisen nach. Identität der getöteten Person noch nicht zweifelsfrei geklärt.

(ty) Wie mehrfach berichtet, war es vor einer Woche auf der Kreisstraße KEH19 bei Abensberg zu einem schrecklichen Verkehrsunfall gekommen, bei dem der bislang nicht zweifelsfrei identifizierte Fahrer eines Peugeot mit Kelheimer Zulassung bis zur Unkenntlichkeit in seinem Wagen verbrannt ist. Das niederbayerische Polizeipräsidium teilte heute mit, dass die Ermittlungsgruppe, die das Unfall-Geschehen aufklären soll, mittlerweile personell aufgestockt wurde. "Eine Vielzahl" von eingegangenen Hinweisen werde aktuell geprüft.

Die Polizei hatte unter Berufung auf die bisherigen Erkenntnisse zuletzt mitgeteilt, dass der Fahrer des Peugeot an dem besagten 3. September gegen 20.40 Uhr auf der KEH19 von Abensberg in Richtung Kelheim unterwegs gewesen sei, als es zu dem tragischen Unfall kam. Vor der Ortschaft Arnhofen, kurz nach dem Berufsbildungswerk "St. Franziskus", sei der Peugeot aus bislang unbekannter Ursache auf die Gegenspur geraten und mit einem entgegenkommenden VW-Passat zusammengestoßen, der von einem 29-Jährigen aus der Gemeinde Saal an der Donau gelenkt wurde. 

Der 29-Jährige, der alleine in seinem Auto unterwegs war, erlitt bei der Kollission mittelschwere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Die Person, die sich nach Angaben der Polizei ebenfalls alleine in dem Peugeot befunden hatte, verbrannte im Pkw bis zur Unkenntlichkeit. Zur Identität der ums Leben gekommenen Person liegen nach wie vor keine offiziellen Angaben vor. Laut Medienberichten soll es sich um ein 22-jähriges Fußball-Talent aus Mainburg handeln, das zuletzt beim FC Kosova Regensburg spielte. Polizeilich bestätigt ist das aber noch nicht.

Die eindeutige Identität des Unfallopfers konnte – wie berichtet – am vergangenen Freitag auch im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung nicht abschließend geklärt werden. "Diese Woche werden hierzu noch weitere Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Erlangen durchgeführt", teilte heute ein Sprecher des niederbayerischen Polizeipräsidiums mit. "Hierzu ist ein molekular-genetischer Abgleich erforderlich", hieß es bereits am Freitag zu den weiteren anstehenden Untersuchungen.

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Wie zu dem bisher ungeklärten Unfall-Geschehen mitgeteilt worden war, könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Peugeot kurz vor dem Unglück von einem – möglicherweise weißen beziehungsweise hellen – Fahrzeug im Bereich des Berufsbildungswerks überholt worden war. Ob der verunglückte Peugeot-Fahrer durch den Überhol-Vorgang auf die Gegenfahrbahn geraten und dadurch mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert war, sei ein "zentraler Punkt der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen", wurde dazu mitgeteilt. "Die Ermittlungen konzentrieren sich nach wie vor auf einen hellen, bislang unbekannten Pkw."

Die Nachforschungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu dem schrecklichen Unfall-Geschehen dauern an, auch ein Gutachter ist eingebunden. Zur genauen Klärung des Unfall-Hergangs wurde bei der Kelheimer Inspektion bekanntlich eine Ermittlungsgruppe gebildet. "Seit Ende letzter Woche wurde die Ermittlungsgruppe personell aufgestockt", wurde heute erklärt. Die Anwohner-Befragungen, die auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei erfolgten, seien mittlerweile abgeschlossen.

"Die Ermittler arbeiten nun die Hinweise mit Hochdruck ab", sagte ein Polizei-Sprecher heute. Im Rahmen der bisherigen Zeugenaufrufe und Befragungen sind laut aktueller Mitteilung eine Vielzahl an Hinweisen eingegangen. Das mittlerweile zwölfköpfige Ermittlerteam gehe nun allen Ermittlungs-Ansätzen nach, die bislang durch die Anwohner-Befragungen, durch die Auswertungen von Video-Überwachungen sowie durch sonstige Hinweise vorlägen. 

In dem eigens hierfür bei der Polizeiinspektion in Kelheim eingerichteten Konferenzraum laufen alle Informationen zentral zusammen. "So können wir in einem wirklich guten Tempo die vielen Hinweise filtern, auswerten und gleich an die nächste Stelle weitergeben, wenn Folgemaßnahmen zu treffen sind", erklärte dazu heute Polizeioberrat Georg Marchner, der die Ermittlungsgruppe leitet. "Die Kollegen arbeiten hier mit Hochdruck an der Aufklärung des Unfalls", betont er.

Nach wie vor gilt: Wer Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Unfall-Geschehens beitragen könnten, wird darum gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Kelheim unter der Telefonnummer (0 94 41) 50 42 - 0 in Verbindung zu setzen oder sich bei einer anderen Polizei-Dienststelle zu melden.

Die bei der Kelheimer Polizeiinspektion angesiedelte Ermittlungsgruppe wurde mittlerweile personell aufgestockt.

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