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Besucher-Aufkommen soll auf ein Minimum beschränkt werden. Mehrere Maßnahmen getroffen: Unter anderem werden alle Personen registriert.

(ty) Die Ilmtalklinik-GmbH schränkt als Vorsichts-Maßnahme gegen das sich ausbreitende neuartige Corona-Virus an den beiden Krankenhäusern in Mainburg und Pfaffenhofen ab dem morgigen Dienstag, 7 Uhr, den Besucherverkehr deutlich ein. Nachdem bereits appelliert worden war, Patienten-Besuche "auf ein absolutes Minimum zu beschränken", hatte man sich weitere Maßnahmen vorbehalten. Nun werden die Zugangs-Regelungen massiv verschärft. Unter anderem heißt es: "Besuche von engsten Familien-Angehörigen (maximal zwei gleichzeitig) sind nur zwischen 15 und 19 Uhr gestattet."

"Wir tragen eine große Verantwortung dafür, dass sich unsere stationären Patienten, die teilweise immungeschwächt sind, aber auch unsere Mitarbeiter nicht mit ansteckenden Krankheiten infizieren", erklärte heute Ingo Goldammer, der Geschäftsführer der Ilmtalklinik-GmbH. "Daher halten wir es für notwendig", so Goldammer weiter, "in der aktuellen Situation den Besucherverkehr auf das Minimum zu beschränken. Wir bitten um Verständnis." An beiden Klinik-Standorten – also in Pfaffenhofen und Mainburg – gelten demnach ab Morgen deutlich eingeschränkte Zugangs-Regelungen.

In einer heute Nachmittag veröffentlichten Mitteilung aus der Ilmtalklinik-GmbH heißt es wörtlich: "Besuche von engsten Familien-Angehörigen (maximal zwei gleichzeitig) sind nur zwischen 15 und 19 Uhr gestattet. Außerhalb dieser Zeiten werden Besuche nicht zugelassen. Kinder sollten, wenn möglich, der Klinik fern bleiben. Besuche von Angehörigen, die Symptome einer Infektion wie Fieber, Husten, Erkältungszeichen oder Durchfall aufweisen, sind nicht möglich." Es gibt aber noch weitere Verschärfungen.

Außerdem heißt es: "Besucher werden an den Eingängen befragt und unter Umständen auf Krankheits-Symptome (Fieber etc.) untersucht." Weiter wird erklärt: "Im Einzelfall behält sich die Klinik-Leitung vor, weitere Einschränkungen vorzunehmen." Alle Personen, die die Klinik betreten, werden zudem in Listen registriert. "Uns ist bewusst, dass diese Regelung für Angehörige belastend ist", räumt Goldammer ein, betont jedoch zugleich: "Aber wir sehen momentan keine andere Möglichkeit und hoffen, dass sich die Situation bald wieder entschärft."

Besucher und Patienten werden gebeten, die geänderte Wegeführung und die Beschilderung zu beachten sowie den Anweisungen des Klinikpersonals Folge zu leisten: Der Eingangs-Bereich zur Notaufnahme in Pfaffenhofen sei bereits seit vorletzter Woche den Patienten mit Grippe-Symptomen vorbehalten. Hier sei ein eigener Wartebereich eingerichtet worden. Alle anderen Patienten, Besucher und auch Notfälle, die keine Grippe-Symptome aufweisen, werden gebeten, die Klinik in Pfaffenhofen ausschließlich über den Haupteingang zu betreten. Für das Krankenhaus in Mainburg sei der Zugang für Patienten mit Grippe-Symptomen über die Liegendkranken-Einfahrt der Notaufnahme eingerichtet.

Ausdrücklich betont wird: Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollten die Kliniken auf keinen Fall aufgesucht werden. "Bitte wenden Sie sich unter der 116 117 an den zuständigen Dienst der Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB), auch wiederholt, wenn man nicht direkt durchkommen sollte", sagt Goldammer. Bei einem begründeten Verdacht erfolge eine Untersuchung zu Hause. Dafür sei rund um die Uhr ein Fahrdienst von der KVB eingerichtet worden. Nur bei schweren Erkrankungen sei eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich.

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